
Bad Dürkheim und Amorbach wollen gemeinsam mit dem Fürstenhaus Leiningen Kultur und Tourismus stärken. Auch das Stadtjubiläum 2028 ist bereits ein Thema.
Ein bedeutendes Treffen fand Ende Juli 2026 in Amorbach statt: Auf Einladung des Fürstenhauses Leiningen kamen Vertreterinnen und Vertreter der Städte Amorbach und Bad Dürkheim zusammen, um über künftige Kooperationsmöglichkeiten zu sprechen. Im Mittelpunkt standen die historischen Verbindungen beider Regionen sowie die Frage, wie diese für Kultur, Tourismus und regionale Entwicklung noch stärker genutzt werden können. Der Austausch markiert den Beginn einer vielversprechenden Zusammenarbeit, die weit über Ländergrenzen hinausreicht.
Das Fürstenhaus Leiningen öffnete für diesen Anlass seine Türen in Amorbach. Fürst zu Leiningen sowie Prinzessin Olga und Prinz Hermann zu Leiningen begrüßten die Gäste persönlich. Die Stadt Bad Dürkheim war hochrangig vertreten: Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt reiste gemeinsam mit Marcus Brill, Fachbereichsleiter für Tourismus, Kultur, Wirtschaft und Veranstaltungen, Britta Hallmann-Preuss, Leiterin des Stadtmuseums, sowie Annett Pfannebecker, zuständig für Städtepartnerschaften, nach Amorbach. Für die Stadt Amorbach selbst nahmen Bürgermeister Peter Schmitt und Hauptamtsleiter Tobias Laske an dem Gespräch teil.
Die hochkarätige Besetzung auf allen Seiten unterstreicht, wie ernst beide Städte und das Fürstenhaus die angestrebte Zusammenarbeit nehmen. Es war kein erstes unverbindliches Kennenlernen, sondern ein zielgerichteter Austausch mit konkretem Blick in die Zukunft.
Die Geschichte des Hauses Leiningen bildet das besondere Fundament dieser Kooperation. Das Fürstenhaus hat pfälzische Wurzeln, verlor jedoch infolge der napoleonischen Neuordnung seine linksrheinischen Besitzungen. In der Folge verlagerte sich der Herrschaftssitz nach Amorbach. Diese historische Entwicklung verbindet beide Regionen bis heute auf eine ganz eigene Weise – und genau darin liegt das Potenzial der neuen Zusammenarbeit.
Durch diese gemeinsame Geschichte eröffnet sich die Möglichkeit, Besucherinnen und Besuchern eine übergreifende Kulturgeschichte an authentischen Orten erlebbar zu machen. Das Fürstenhaus Leiningen kann dabei als verbindendes Element zwischen beiden Standorten wirken und dazu beitragen, Geschichte, Kultur und Tourismus miteinander zu verknüpfen – über Ländergrenzen hinweg.
Amorbach und Bad Dürkheim bringen jeweils eigenständige Profile mit vielfältigen kulturellen, touristischen und Freizeitangeboten mit. Ziel der geplanten Zusammenarbeit ist es, die jeweiligen Stärken beider Städte miteinander zu verbinden und daraus neue Impulse für Kultur, Tourismus und die regionale Entwicklung zu schaffen. Beide Städte sehen in der Kooperation die Chance, ihre gemeinsamen historischen Wurzeln stärker sichtbar zu machen und daraus einen nachhaltigen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste beider Regionen zu entwickeln.
Die Gesprächspartner waren sich beim Treffen in Amorbach einig: Der begonnene Austausch soll fortgesetzt und erste gemeinsame Projekte sollen entwickelt werden. Konkrete Details zu einzelnen Vorhaben wurden zwar noch nicht öffentlich kommuniziert, doch die Richtung ist klar: Beide Städte möchten gemeinsam mehr erreichen, als sie es jeweils allein könnten.
Ein besonderer Themenpunkt beim Treffen war das bevorstehende 1250-jährige Stadtjubiläum Bad Dürkheims im Jahr 2028. Anlass ist die Ersterwähnung der Stadt im Lorscher Kodex. Bereits jetzt wurde über eine mögliche Beteiligung der Stadt Amorbach und des Fürstenhauses Leiningen an den Jubiläumsfeierlichkeiten gesprochen. Dies wäre ein erster, sichtbarer Ausdruck der neuen Partnerschaft – und eine hervorragende Gelegenheit, die historischen Verbindungen beider Regionen einem breiten Publikum zu präsentieren.
Das Jubiläum 2028 könnte damit nicht nur ein Fest für Bad Dürkheim werden, sondern ein regionales Ereignis, das die gemeinsame Geschichte der Pfalz und des Odenwalds lebendig werden lässt. Für die Pfalz-Region ist das eine spannende Perspektive: Geschichte wird so nicht nur in Büchern bewahrt, sondern aktiv erlebbar gemacht.
Das Treffen in Amorbach war erst der Auftakt. Sowohl das Fürstenhaus Leiningen als auch die Städte Bad Dürkheim und Amorbach haben klar signalisiert, dass sie die Zusammenarbeit nachhaltig gestalten wollen. Die historischen Verbindungen liefern dafür eine solide Grundlage – nun geht es darum, daraus lebendige Projekte und Angebote zu entwickeln, die Menschen aus beiden Regionen und darüber hinaus ansprechen.
Für die Pfalz und die Menschen hier ist diese Entwicklung ein positives Signal: Lokale Geschichte, kulturelles Erbe und touristische Attraktivität können Hand in Hand gehen – wenn die richtigen Partner zusammenfinden. Antenne Pfalz bleibt für euch am Ball und berichtet, wie sich diese Kooperation weiterentwickelt.






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