
Die BNE-Wochen 2026 laufen bis Ende Mai mit über 300 Veranstaltungen bundesweit. Was regionale Netzwerke zur Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten…
Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, ist längst mehr als ein pädagogisches Schlagwort. Sie steht für einen Ansatz, der Menschen befähigen soll, verantwortungsvoll mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen – von Klimawandel über globale Gerechtigkeit bis hin zu nachhaltigem Konsum. Damit diese Idee in der Breite wirkt, braucht es regionale Netzwerke, die Bildungsakteure miteinander verbinden, Wissen teilen und gemeinsam Projekte entwickeln. Genau hier setzen sowohl die bundesweiten BNE-Wochen 2026 als auch regionale Netzwerkstrukturen an.
Seit dem 1. März 2026 laufen die BNE-Wochen 2026 – eine bundesweite Initiative, die noch bis zum 31. Mai andauert. Wie das BNE-Portal meldet, haben sich bereits mehr als 300 Veranstaltungen aus allen Bundesländern angemeldet. Getragen werden die BNE-Wochen vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das lokale und regionale BNE-Akteurinnen und -Akteure überregional sichtbar machen möchte.
Die Vielfalt der Formate ist dabei bemerkenswert: Das Spektrum reicht laut BNE-Portal von Fahrradworkshops und Fachtagungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Handwerk bis hin zu Volkshochschulkursen zu Themen wie Permakultur, Solarstrom auf dem Balkon oder nachhaltige Mode. Auch ein Festival der Taten ist Teil des Programms.
Zu den Veranstaltungen im März gehörten unter anderem die Klimamesse im Kreis Olpe am 8. März sowie die Weltwasserwoche in Augsburg vom 16. bis 22. März, bei der die Stadt Augsburg gemeinsam mit dem Augsburger Umweltbildungszentrum und den Stadtwerken ein breites Angebot bereitstellte. Digital engagiert sich etwa die Stiftung Bildung mit ihren youstartN-Challenges „Snack2Change“ und „Upcycling2Change“, die sich speziell an Schülerinnen- und Schülerfirmen richten. Veranstaltungen können fortlaufend in den Kalender auf dem BNE-Portal eingetragen werden.
Parallel zu den bundesweiten BNE-Wochen leisten regionale Netzwerke dauerhaft wertvolle Vernetzungsarbeit. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Oberland“, das sich nach eigenen Angaben als regionale Plattform versteht, in der sich Bildungsakteure vernetzen, austauschen, miteinander und voneinander lernen sowie gemeinsam Projekte planen und ihre Angebote präsentieren können. Ziel ist es, die Umsetzung von BNE in allen Bildungsbereichen im Landkreis zu stärken und voranzutreiben.
Das Netzwerk im Oberland richtet sich an eine breite Zielgruppe: Lehrkräfte auf der Suche nach Projekttagen, Gruppen, die spannende Erlebnisse suchen, und Erwachsene, die an Fortbildungen interessiert sind. Zu den aktuellen Angeboten des Netzwerks zählen laut der Netzwerk-Website unter anderem eine Umwelterlebniswoche, die Naturerfahrungen mit BNE in verschiedenen Lebensräumen verbindet, sowie das Bienenprojekt „Be(e) social“, das ökologische und soziale Aspekte am Beispiel eines Bienenvolkes erlebbar machen soll.
Für Interessierte im Bereich der Klimabildung bietet das Netzwerk zudem ein Grundlagenmodul der Klimapädagog*innen-Ausbildung an, das vom 28. bis 30. September 2026 in Linz stattfindet. Ebenfalls im Programm steht eine Fortbildung für Lehrkräfte am 13. Oktober 2026 in Lenggries, bei der es um Lebensmittelversorgung und globale Zukunftsfragen geht.
Netzwerktreffen spielen in der BNE-Arbeit eine wichtige Rolle: Sie schaffen Raum für den persönlichen Austausch, ermöglichen das Kennenlernen neuer Partner und helfen dabei, neue Themensetzungen und Trends im Bereich BNE zu erkennen und in übergeordnete Prozesse einzubringen. Das BNE-Portal betont, dass die BNE-Wochen ausdrücklich zum Kennenlernen, Austauschen und Netzwerken einladen – ein Grundprinzip, das regionale Netzwerke das ganze Jahr über leben.
Wer selbst als Bildungsakteur*in Teil eines BNE-Netzwerks werden möchte, findet beim Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Oberland“ die Möglichkeit, eigene Angebote einzureichen und Netzwerkpartner*in zu werden. Das Netzwerk gibt an, stets offen für neue Mitglieder zu sein.
Der übergeordnete Rahmen für alle diese Aktivitäten ist das UNESCO-Programm „BNE 2030″, auf das sich sowohl das Netzwerk im Oberland als auch die bundesweiten BNE-Wochen beziehen. Das Programm verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen und auf allen Ebenen zu verankern – von der Kita bis zur Erwachsenenbildung, von der kommunalen bis zur nationalen Ebene. Die BNE-Wochen 2026 leisten dazu ihren Beitrag, indem sie lokale Initiativen sichtbar machen und das Engagement vor Ort hervorheben. Veranstaltungen können noch bis zum 31. Mai 2026 in den Kalender auf dem BNE-Portal unter bne-portal.de eingetragen werden.






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