Studio-Hotline 06341–948 948

Drei Pionierinnen der Moderne: Neue Ausstellung im Speyerer Purrmann-Haus

Das Purrmann-Haus Speyer zeigt Werke von Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter und Mathilde Vollmoeller-Purrmann in einer neuen Sonderausstellung der Moderne.

Redaktion
·
6. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Drei Künstlerinnen, ein gemeinsamer Auftritt

Im Museum Purrmann-Haus in Speyer ist seit Samstag, 17. Oktober, eine neue Sonderausstellung zu sehen, die drei bedeutende Malerinnen der klassischen Moderne in den Mittelpunkt rückt. Unter dem Titel „Malerinnen der Moderne. Paula Modersohn-Becker und Gabriele Münter zu Gast bei Mathilde Vollmoeller-Purrmann“ zeigt das Haus Werke der drei nahezu gleichaltrigen Künstlerinnen erstmals in einem direkten Dialog, wie die Stadt Speyer mitteilte. Die Schau ist bis zum 17. April 2027 zu sehen, wie die Stadt Speyer bekanntgab, während der Wochenblatt-Reporter das Ausstellungsende mit dem 11. April angibt.

Anlass der Ausstellung ist der 150. Geburtstag von Mathilde Vollmoeller-Purrmann, die von 1876 bis 1943 lebte und die Ehefrau des in Speyer geborenen Malers Hans Purrmann (1880-1966) war. Im Zentrum der Schau steht ihr Werk, das nach ihrem Tod lange in Vergessenheit geraten war. Erst 1999 wurde ihr Nachlass wiederentdeckt: Rund 350 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken sowie etwa 2.000 Briefe, Fotografien und Dokumente kamen damals zum Vorschein. Seitdem erforscht das Museum Purrmann-Haus diesen umfangreichen Bestand intensiv, wie der Wochenblatt-Reporter berichtet.

Gäste aus Worpswede und vom Blauen Reiter

Neben Mathilde Vollmoeller-Purrmann sind in der Ausstellung Werke von Gabriele Münter (1877-1962) und Paula Modersohn-Becker (1876-1907) zu sehen – ergänzt durch hochkarätige Leihgaben sowie Bestände aus dem Speyerer Museum selbst. Gabriele Münter gilt als eine der zentralen Figuren der Künstlergruppe „Blauer Reiter“. Paula Modersohn-Becker wiederum gehörte der Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen sowie der Pariser Kunstwelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts an, wie die Evangelische Zeitung berichtet.

Die Stadt Speyer betont, dass alle drei Künstlerinnen zu den faszinierendsten Wiederentdeckungen der Kunstgeschichte zählen. Sie hätten sich mit Talent, Mut und großer Entschlossenheit ihren Platz in einer von Männern dominierten Kunstwelt erkämpft, mit überlieferten Rollenbildern gebrochen und den künstlerischen Aufbruch des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt. Die Schau soll zeigen, dass jede der drei Malerinnen eine ganz individuelle Bildsprache entwickelte und Werke von zeitloser Kraft und Schönheit schuf.

Eröffnung im Historischen Ratssaal

Die Ausstellung wurde bereits am Freitag, 16. Oktober, um 18 Uhr im Historischen Ratssaal in Speyer eröffnet, wie der Wochenblatt-Reporter berichtet. Bürgermeister Prof. Dr. Alexander Schubert begrüßte die Gäste, Regina Hesselberger-Purrmann sprach für die Familie Purrmann. Kuratorin und Museumsleiterin Maria Leitmeyer führte in die Ausstellung ein, die musikalische Begleitung übernahm Anna Mathilda von der Musikschule der Stadt Speyer.

Perspektiven auf Emanzipation und Künstlerehen

Die Ausstellung verbindet laut Ankündigung der Stadt Speyer herausragende Kunstwerke mit den Biografien der drei Frauen und eröffnet dabei neue Perspektiven auf die Emanzipation der Frau, auf Künstlerehen sowie auf das Spannungsfeld zwischen Familie und Karriere. Eine Multivision führt die Besucherinnen und Besucher in das Thema ein. Ergänzt wird die Schau durch ein umfangreiches Begleitprogramm, das laut Wochenblatt-Reporter generationenübergreifend angelegt ist und zudem ein museumspädagogisches Angebot für Kinder, Schulklassen und weitere Zielgruppen umfasst. Die Evangelische Zeitung ordnet das Begleitprogramm so ein, dass es den Bogen zur Gegenwart schlagen soll.

Öffnungszeiten und weitere Informationen

Das Museum Purrmann-Haus in der Kleinen Greifengasse 14 in Speyer ist donnerstags bis sonntags sowie an Feiertagen jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt das Haus am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es laut Wochenblatt-Reporter online unter speyer.de/purrmann-haus, per E-Mail an museum-purrmann-haus@stadt-speyer.de oder telefonisch unter 06232 142020.

Für Kunstinteressierte in der Region bietet die Schau im Purrmann-Haus damit die Gelegenheit, drei außergewöhnliche Künstlerinnen der Moderne an einem Ort zu entdecken und ihre Werke bis zum Frühjahr des kommenden Jahres im direkten Vergleich zu betrachten.

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Antenne Pfalz

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.