
Ein 21-Jähriger wurde in Neustadt/Weinstraße auf einem illegalen E-Scooter gestoppt – mit Haschisch, Schreckschusswaffe und ohne Führerschein.
Was als alltägliche Fahrt mit einem E-Scooter begann, endete für einen 21-Jährigen am 13. September 2026 mit einer Vielzahl von Strafverfahren. Beamte der Polizeiinspektion Neustadt/Weinstraße stoppten den jungen Mann gegen 14:30 Uhr in der Talstraße in Neustadt/Weinstraße – und was sie dabei feststellten, ließ kaum einen Regelverstoß aus.
Ausgangspunkt der Kontrolle war ein zunächst vergleichsweise geringfügig wirkender Verstoß: Der 21-Jährige beförderte auf dem E-Scooter verbotenerweise einen weiteren Mann. Das Mitführen von Beifahrern auf einem E-Scooter ist in Deutschland grundsätzlich nicht gestattet, da diese Fahrzeuge lediglich für eine Person zugelassen sind. Die Beamten entschieden sich daraufhin, den Fahrer einer umfassenden Verkehrskontrolle zu unterziehen – eine Entscheidung, die sich als äußerst aufschlussreich erwies.
Bei der Überprüfung des E-Scooters stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht versichert war. Darüber hinaus konnte das Gerät eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde erreichen – und überschreitet damit die in Deutschland für E-Scooter geltende Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h deutlich. Ein derart frisiertes Fahrzeug fällt nicht mehr unter die Zulassungsklasse eines E-Scooters und darf ohne entsprechende Fahrerlaubnis sowie gültige Versicherung nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.
Die Kontrolle förderte noch weit gravierendere Verstöße zutage. Bei dem 21-Jährigen wurden über 40 Gramm Haschisch sowie eine Schreckschusswaffe aufgefunden und sichergestellt. Da der junge Mann weder einen Führerschein noch einen sogenannten kleinen Waffenschein besaß – der für das Führen von Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit zwingend erforderlich ist –, leiteten die Beamten weitere Strafverfahren ein.
Erschwerend hinzu kam, dass der Fahrer augenscheinlich unter dem Einfluss von Cannabis stand. Ihm wurde daher eine Blutprobe entnommen, um den Drogenkonsum zweifelsfrei nachweisen zu können. Der E-Scooter wurde ebenfalls sichergestellt.
Insgesamt sieht sich der 21-Jährige nun mit einer ganzen Reihe von Strafverfahren konfrontiert. Die Vorwürfe umfassen unter anderem das Fahren ohne Fahrerlaubnis, das Fahren ohne Versicherungsschutz, den unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln sowie das unerlaubte Führen einer Schreckschusswaffe ohne den erforderlichen kleinen Waffenschein. Zusätzlich wird die zuständige Fahrerlaubnisbehörde über den Vorfall informiert – was künftige Konsequenzen für eine mögliche Führerscheinerteilung nach sich ziehen kann.
Der Vorfall in Neustadt/Weinstraße verdeutlicht einmal mehr, dass E-Scooter zwar ein praktisches und beliebtes Fortbewegungsmittel sind, jedoch klaren gesetzlichen Vorgaben unterliegen. In Deutschland dürfen E-Scooter nur mit gültigem Versicherungskennzeichen, einer Zulassung sowie im Rahmen der technischen Vorschriften – darunter die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h – betrieben werden. Wer diese Regeln missachtet, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern im schlimmsten Fall auch strafrechtliche Konsequenzen.
Für aktuelle Nachrichten aus der Region Pfalz – ob Polizeimeldungen, lokale Ereignisse oder regionale Themen – bleibt Antenne Pfalz die erste Adresse für gut informierte Pfälzerinnen und Pfälzer.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Pfalz
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.