
Ein 29-Jähriger ohne Führerschein flüchtete in Landau vor einer Polizeikontrolle und fuhr unter Drogeneinfluss über die A65 bis nach Venningen.
Ein dramatischer Polizeieinsatz hat sich am 26. August 2026 in und um Landau in der Pfalz zugetragen: Ein 29-Jähriger entzog sich gegen 17:30 Uhr einer Verkehrskontrolle und löste damit eine gefährliche Verfolgungsfahrt aus, die sich über mehrere Straßen und eine Autobahn erstreckte. Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte, fuhr der Mann mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit davon – ohne im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein und offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.
Die Verfolgungsfahrt führte zunächst durch Landau Queichheim, anschließend über die L509 und schließlich auf die A65. Obwohl eine Polizeistreife versuchte, dem Fahrzeug den Weg zu versperren, ließ sich der Fahrer nicht aufhalten und setzte seine Fahrt unbeirrt fort.
An der Raststätte Weinstraße Ost hielt der 29-Jährige kurz an. Zwei Mitfahrer nutzten diesen Moment, um zu flüchten. Der Fahrer selbst setzte die Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort. An der Anschlussstelle Edenkoben verließ er schließlich die Autobahn, kollidierte dabei mit einer Leitplanke und kam kurz darauf aufgrund eines Reifenschadens auf einem Wirtschaftsweg vor Venningen zum Stillstand. Dort ließ er sich widerstandslos festnehmen.
Die anschließenden Ermittlungen bestätigten den Verdacht der Beamten: Der 29-Jährige besitzt keine Fahrerlaubnis und stand zum Zeitpunkt der Fahrt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Auf einer Polizeidienststelle wurde ihm eine Blutprobe entnommen, um den Drogenkonsum zweifelsfrei nachzuweisen. Ihm drohen nun mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss sowie der Gefährdung des Straßenverkehrs durch die Flucht vor der Polizei.
Auch die beiden Mitfahrer, die an der Raststätte Weinstraße Ost aus dem Fahrzeug geflüchtet waren, konnten von den Einsatzkräften gefasst werden. Details zu den Umständen ihrer Festnahme sowie zu möglichen Tatvorwürfen gegen sie nannte die Polizei bislang nicht.
Die rücksichtslose Flucht hinterließ erheblichen materiellen Schaden. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz auf rund 12.000 Euro – verursacht vor allem durch die Kollision mit der Leitplanke sowie den Reifenschaden am Fahrzeug des Flüchtenden. Positiv hervorzuheben ist, dass es nach aktuellem Stand zu keiner Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gekommen ist.
Vorfälle wie dieser verdeutlichen, welche Risiken entstehen, wenn Personen ohne gültige Fahrerlaubnis und womöglich unter dem Einfluss berauschender Mittel am Straßenverkehr teilnehmen. Die Kombination aus fehlender Fahrerlaubnis, Drogenkonsum und einem Fluchtversuch mit hoher Geschwindigkeit hätte unter anderen Umständen zu einem schwerwiegenden Unfall mit Verletzten führen können. Dass bei dieser Verfolgungsfahrt niemand zu Schaden kam, ist letztlich dem schnellen und entschlossenen Handeln der eingesetzten Polizeikräfte zu verdanken.
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