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Gehackter Social-Media-Account: Frau aus Neuhofen um 400 Euro betrogen

In Neuhofen wurde eine Frau über einen gehackten Social-Media-Account um 400 Euro betrogen. Die Polizei warnt und gibt Tipps zum Schutz vor dieser Masche.

Redaktion
·
5. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Tagen

Betrugsmasche über gekaperten Social-Media-Account

In Neuhofen ist eine 27-jährige Frau am 4. Oktober 2026 Opfer eines perfiden Internetbetrugs geworden. Gegen 13:30 Uhr wurde sie über ein soziales Netzwerk von einer vermeintlichen Bekannten kontaktiert. Die Geschädigte ging davon aus, mit einer früheren Freundin zu chatten, und ahnte zunächst nichts Böses. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Account der tatsächlichen Freundin zuvor gehackt worden war und die Nachrichten in Wirklichkeit von Kriminellen stammten.

Im Vertrauen auf die vermeintlich bekannte Person gab die 27-Jährige ihre Handynummer preis. Auf Aufforderung leitete sie zudem einen Code weiter, der ihr zugeschickt wurde. Genau dieser Schritt erwies sich als entscheidender Fehler: Der Tatverdächtige nutzte den Code, um die Handyrechnung der Geschädigten mit einem Betrag von knapp 400 Euro zu belasten.

Wie die Betrugsmasche funktioniert

Solche Fälle folgen häufig einem ähnlichen Muster: Kriminelle verschaffen sich Zugriff auf Social-Media-Konten und nutzen das bestehende Vertrauen im Freundeskreis der gehackten Person aus. Weil die Nachrichten scheinbar von einem echten Kontakt kommen, sinkt die Hemmschwelle, persönliche Daten wie eine Telefonnummer preiszugeben oder einen zugesendeten Code weiterzuleiten. Genau dieser Code ermöglicht es den Tätern anschließend, kostenpflichtige Dienste oder Abonnements im Namen des Opfers zu aktivieren, die über die Handyrechnung abgerechnet werden.

Die Polizeiinspektion Schifferstadt, die den Fall bearbeitet, bittet Betroffene und Zeugen um Hinweise. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder Informationen zu dem Vorfall geben kann, erreicht die Dienststelle telefonisch unter 06235/495-0 oder per E-Mail an pischifferstadt@polizei.rlp.de.

So schützen Sie sich vor ähnlichen Betrugsversuchen

Der Fall aus Neuhofen zeigt einmal mehr, wie wichtig ein wachsamer Umgang mit Nachrichten in sozialen Netzwerken ist – selbst wenn der Absender vertraut erscheint. Wer unerwartet nach persönlichen Daten oder Codes gefragt wird, sollte stutzig werden und im Zweifel über einen anderen Kommunikationsweg, etwa einen Anruf, Kontakt zur vermeintlichen Bekannten oder dem vermeintlichen Bekannten aufnehmen, um die Anfrage zu überprüfen.

  • Niemals Verifizierungscodes oder PINs an Dritte weitergeben, auch nicht an vermeintlich bekannte Personen.
  • Bei ungewöhnlichen Anfragen über Social Media immer die Identität des Absenders auf einem zweiten Kanal überprüfen.
  • Starke, einzigartige Passwörter und die Zwei-Faktor-Authentifizierung für eigene Accounts nutzen, um einen Hack zu erschweren.
  • Verdächtige Aktivitäten im eigenen Account, etwa ungewöhnliche Nachrichten an Kontakte, sofort melden und das Passwort ändern.
  • Bei finanziellem Schaden oder Verdacht auf Betrug umgehend Anzeige bei der zuständigen Polizeidienststelle erstatten.

Auch in anderen Fällen aus dem Berichtsgebiet der Polizeidirektion Ludwigshafen wurde zuletzt deutlich, dass Diebe und Betrüger oft dort zuschlagen, wo Unachtsamkeit oder Vertrauen ausgenutzt werden können – sei es im Schwimmbad, wo kürzlich aus einem Spind im Bademaxx in Speyer Bargeld gestohlen wurde, oder bei Einbrüchen in leerstehende Gebäude wie dem Binsfeld-Hotel in Otterstadt. Der aktuelle Fall aus Neuhofen reiht sich in eine Serie von Delikten ein, bei denen Kriminelle gezielt Lücken in der Aufmerksamkeit der Opfer ausnutzen.

Fazit

Der Betrugsfall aus Neuhofen macht deutlich, wie schnell aus einem vertrauten Chat ein finanzieller Schaden entstehen kann. Gehackte Social-Media-Accounts werden gezielt genutzt, um das Vertrauen im Bekanntenkreis auszunutzen und sensible Daten oder Codes zu erbeuten. Ein gesunder Argwohn gegenüber ungewöhnlichen Nachrichten, selbst von bekannten Kontakten, sowie der bewusste Umgang mit Verifizierungscodes können helfen, solche Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und sich davor zu schützen.

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