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Großkontrolle auf der A61: Über 90 Einsatzkräfte prüfen Lkw und Busse

Über 90 Einsatzkräfte kontrollierten auf der A61 gewerblichen Güterverkehr: 38 Beanstandungen, sieben Straftaten und kuriose Einzelfälle bei der Großkontrolle.

Redaktion
·
29. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 19 Stunden

Länderübergreifende Schwerpunktkontrolle auf der A61

Am Dienstag, den 29.09.2026, fand auf dem Autobahnparkplatz „Auf dem Hahnen“ an der BAB 61 eine groß angelegte Kontrolle des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs statt. Im Rahmen der Länder- und behördenübergreifenden Zusammenarbeit richteten über 90 Spezialistinnen und Spezialisten der Polizeien aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern unter der Federführung der Zentralen Verkehrsdienste des Polizeipräsidiums Rheinpfalz eine umfangreiche Kontrollstelle ein. Unterstützt wurden die Beamtinnen und Beamten dabei von Kräften des Zolls, des Technischen Hilfswerks, des Bundesamts für Logistik und Mobilität sowie des Veterinäramtes.

Ziel der Aktion war die genaue Prüfung von mitführpflichtiger Ausrüstung, dem technischen Zustand der Fahrzeuge sowie der ordnungsgemäßen Beladung teils tonnenschwerer Lastwagen. Ebenso im Fokus standen die Kontrolle von Genehmigungen, die Fahrtüchtigkeit der Fahrerinnen und Fahrer sowie die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten.

Zahlreiche Verstöße bei den kontrollierten Fahrzeugen

Von den insgesamt 70 kontrollierten Fahrzeugen mussten 38 Fahrzeuge beziehungsweise deren Fahrpersonal beanstandet werden. Die eingesetzten Kräfte stellten insgesamt 76 Ordnungswidrigkeiten sowie sieben Straftaten fest. Besonders häufig wurden Verstöße gegen die Sozialvorschriften registriert – ganze 28 Mal war dies der Fall. In elf Fällen war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert, und bei zwei Fahrzeugen fehlte der erforderliche Versicherungsschutz.

Auch Zoll und Veterinäramt wurden fündig: Sie stellten insgesamt drei Straftaten fest, die gegen steuerrechtliche Bestimmungen beziehungsweise das Tierschutzgesetz verstießen. Die Verstöße waren in 19 Fällen derart gravierend, dass den betroffenen Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt werden musste.

Kuriose Einzelfälle sorgten für Aufsehen

Unter den festgestellten Verstößen stachen zwei Fälle besonders heraus. So transportierte ein Lastwagen mehr als 800.000 Milliliter nicht ordnungsgemäß versteuerte Liquids für E-Zigaretten. In einem anderen Fall war ein Lkw mit 42 Tonnen Erde und Sand beladen, obwohl lediglich eine Zuladung von 32 Tonnen erlaubt gewesen wäre – eine erhebliche Überladung, die nicht nur ein Verkehrsrisiko darstellt, sondern auch die Fahrzeugtechnik stark belastet.

Parallel: Geschwindigkeits- und Handykontrollen

Während der Großkontrolle des gewerblichen Güterverkehrs führten die Einsatzkräfte zeitgleich eine mobile Geschwindigkeitskontrolle sowie eine Handykontrolle mittels sogenannter Monocam-Technik auf der BAB 61 durch. Bei der Geschwindigkeitsmessung wurden insgesamt 3.171 Fahrzeuge erfasst. Davon waren 55 Fahrzeuge zu schnell unterwegs, 45 davon Lastkraftwagen. Trauriger Spitzenreiter war ein Fahrzeug, das bei erlaubten 130 km/h mit 173 km/h gemessen wurde.

Bei der Kontrolle mittels Monocam passierten insgesamt 5.391 Fahrzeuge die Messstelle. Zwölf Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer nutzten während der Fahrt ihr Mobiltelefon und müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

Verkehrssicherheit als ganzjährige Aufgabe

Die Polizei betont, dass die Verkehrsüberwachung mittels solcher Kontrollen zu den zentralen Aufgaben gehört. Insbesondere im gewerblichen Güter- und Personenverkehr können technische Mängel, Überladung oder Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten schwerwiegende Folgen für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden haben. Aktionen wie die auf der A61 sollen daher nicht nur einzelne Verstöße ahnden, sondern auch präventiv wirken. Da diese Kontrollen für die Sicherheit im Straßenverkehr von großer Bedeutung sind, finden sie das ganze Jahr über statt – sowohl auf regionaler als auch auf länderübergreifender Ebene.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizeibehörden mehrerer Bundesländer sowie Zoll, THW, Balm und Veterinäramt zeigt, wie komplex und ressortübergreifend moderne Verkehrssicherheitsarbeit mittlerweile organisiert ist. Für die Pfalz und die angrenzenden Regionen ist dies ein wichtiges Signal: Wer sich nicht an geltende Vorschriften hält, muss auch künftig mit konsequenten Kontrollen und spürbaren Konsequenzen rechnen.

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