
Nach drei Jahren Bauzeit und einem Tornado feiert die Kita Lachen-Speyerdorf ihre Erweiterung und den 50. Geburtstag – mit neuer Küche und mehr Plätzen.
In Lachen-Speyerdorf ist die städtische Kindertagesstätte in der Pestalozzistraße nach rund dreijähriger Bauzeit fertiggestellt worden. Bei der feierlichen Einweihung wurde gleich doppelt gefeiert: Neben dem Abschluss der Umbau- und Erweiterungsarbeiten holte das Team auch den 50. Geburtstag der Einrichtung nach, der eigentlich bereits 2024 anstand. Wie der wochenblatt-reporter berichtet, dankte Oberbürgermeister Marc Weigel allen Beteiligten, die trotz der langen Baustellenzeit weitergearbeitet hatten.
Der Weg bis zur Fertigstellung war alles andere als einfach. Nach Angaben der Stadtverwaltung traf im August 2023 vermutlich erstmals in der 751-jährigen Stadtgeschichte ein Tornado die Baustelle. Auch die Rheinpfalz griff das Thema unter dem Titel „Tornado und Einbrecher: Kita-Erweiterung mit Hindernissen“ auf und beschrieb den steinigen Weg zur Einweihung. Mehrere Diebstähle verzögerten die Arbeiten laut Stadt zusätzlich, weshalb im Juli 2024 eine Videoüberwachung installiert wurde. Eine überraschende Insolvenz des zuständigen Architekturbüros verlängerte die Bauzeit noch weiter.
Trotz aller Widrigkeiten präsentiert sich die Kita nun in neuem Glanz. Sie verfügt jetzt über eine neue „Frisch-Küche“, und die Stadt setzte bei der Gestaltung auf gedeckte blaue und grüne Farbtöne, die ausgleichend wirken sollen. Auf dem Dach der Einrichtung ist eine Photovoltaikanlage installiert worden. Der Mehrzweckraum wurde erweitert und mit einer mobilen Trennwand ausgestattet. Für ein besseres Raumklima entschied sich die Stadt zudem für eine Lüftungsanlage sowie eine Fußbodenheizung.
Auch das Außengelände wurde aufgewertet: Neue Spielangebote, Sonnensegel und zahlreiche neue Bäume ergänzen nun das Areal rund um die Kita.
Bei der Einweihungsfeier bedankten sich die Kinder und Erzieherinnen mit zwei Tänzen und Liedern. Anschließend durchschnitten die Kinder gemeinsam mit Oberbürgermeister Marc Weigel das rot-weiße Band und machten damit den Umbau offiziell.
Insgesamt investierte die Stadt Neustadt rund sechs Millionen Euro in die Erweiterung und Sanierung der Kita. Das Land Rheinland-Pfalz steuerte knapp 370.000 Euro bei. Weigel sprach von einem „großen, finanziellen Kraftakt“. Nach Angaben der Stadt waren mehr als 50 Firmen an dem Projekt beteiligt.
Mit den zusätzlichen Betreuungsplätzen reagiert die Stadt nach eigenen Angaben auf die Bevölkerungsentwicklung sowie auf den erwarteten Zuzug durch das Neubaugebiet Am Jahnplatz. Von den zusätzlichen Kapazitäten sollen neben Lachen-Speyerdorf auch die Ortsteile Duttweiler und Geinsheim profitieren.






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