
In Speyer stürzte eine alkoholisierte Radlerin mehrfach vom Rad, bis eine Zeugin eingriff und die Polizei alarmierte. Jetzt droht ihr ein Verfahren.
In Speyer ist es zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz gekommen, nachdem eine Radfahrerin mehrfach auf einem Radweg gestürzt war. Gegen 13:30 Uhr meldete eine Verkehrsteilnehmerin der Polizei, dass eine Frau auf dem Radweg der Wormser Landstraße wiederholt mit ihrem Fahrrad zu Fall kam. Die Zeugin hielt sofort an und kümmerte sich um die auf der Fahrbahn liegende Radlerin.
Dabei stellte die Helferin einen deutlichen Alkoholgeruch fest und zögerte nicht lange, die Polizei zu informieren. Die Situation blieb jedoch zunächst angespannt: Die 64-jährige Radfahrerin versuchte trotz ihres Zustands mehrfach, ihre Fahrt fortzusetzen. Die couragierte Zeugin verhinderte dies jedoch und begleitete die Frau zu Fuß bis in die Friedrich-Ebert-Straße, wo schließlich die alarmierten Polizeibeamten eintrafen und beide Frauen antrafen.
Vor Ort räumte die Beschuldigte ein, eine Flasche Sekt getrunken zu haben. Einen Atemalkoholtest verweigerte sie allerdings. Die Polizeibeamten ordneten daraufhin eine Blutprobe an, um den genauen Alkoholwert feststellen zu lassen. Das Fahrrad der Frau wurde sichergestellt, und gegen sie wurde ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet.
Durch die mehrfachen Stürze auf dem Radweg zog sich die Radfahrerin mehrere oberflächliche Schürfwunden zu. Schwerere Verletzungen blieben ihr jedoch erspart, was angesichts der wiederholten Stürze als glücklicher Umstand zu werten ist.
Der Vorfall aus Speyer reiht sich in eine Serie von Verkehrsvorfällen ein, mit denen sich die Polizeidirektion Ludwigshafen in den vergangenen Tagen befassen musste. Auch wenn Radfahren unter Alkoholeinfluss von vielen unterschätzt wird, zeigt dieser Fall deutlich, welche Gefahren damit verbunden sind. Nicht nur die betroffene Person selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer können durch unsicheres Fahrverhalten gefährdet werden.
Die schnelle und besonnene Reaktion der Zeugin hat in diesem Fall möglicherweise Schlimmeres verhindert. Dass sie die Radfahrerin nicht nur betreute, sondern auch aktiv davon abhielt, weiterzufahren, zeigt zivilcouragiertes Handeln, wie es sich die Polizei von Verkehrsteilnehmern wünscht.
Die Polizeiinspektion Speyer hat die Ermittlungen aufgenommen. Das weitere Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr liegt nun in den Händen der zuständigen Behörden. Für die 64-Jährige dürfte der Vorfall neben den körperlichen Blessuren auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.






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