
Bad Dürkheim testet seit dem 30. Juli 2026 eine neue Verkehrsführung am Stadtplatz – mit mehr Raum zum Verweilen und neuer Stadtmöblierung bis zum Dürkheimer…
Die Stadt Bad Dürkheim hat am 30. Juli 2026 einen Modellversuch gestartet, der die Verkehrsführung am Nordende des Stadtplatzes grundlegend verändert. In den frühen Morgenstunden wurden die neuen Verkehrsregelungen eingerichtet und eine neue Stadtmöblierung aufgestellt. Mit dem Versuch soll die Aufenthaltsqualität in diesem zentralen Bereich der Innenstadt verbessert werden – und gleichzeitig sollen wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Gestaltung der Bad Dürkheimer Innenstadt gewonnen werden.
Der Modellversuch ist zunächst bis längstens zum Dürkheimer Advent angelegt. Damit handelt es sich um eine zeitlich klar begrenzte Erprobungsphase, die jedoch unter realen Alltagsbedingungen stattfindet – mit echten Verkehrsteilnehmern, Anwohnern, Besuchern und Gewerbetreibenden.
Der Bereich zwischen Stadtplatz, Römerplatz und Römerstraße ist ein wichtiger Übergang innerhalb der Innenstadt von Bad Dürkheim. Er beeinflusst sowohl die Besucherlenkung als auch die Aufenthaltsqualität am Stadtplatz unmittelbar. Schon in den vergangenen Jahren wurde die Verkehrsführung an diesem Punkt zu verschiedenen Veranstaltungen zeitweise angepasst – nun soll im Rahmen des Modellversuchs systematisch erprobt werden, was eine dauerhafte Umgestaltung leisten kann.
Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt erklärt die Motivation hinter dem Projekt: „Eine attraktive Innenstadt lebt davon, dass Menschen sich dort gerne aufhalten, miteinander ins Gespräch kommen und sich wohlfühlen. Der Stadtplatz ist ein zentraler Ort in Bad Dürkheim, der viele Menschen zusammenbringt. Mit dem Modellversuch möchten wir ausprobieren, wie wir diesen Bereich noch besser nutzen können und welche Lösungen für unsere Innenstadt zukunftsfähig sind.“
Dabei betont sie ausdrücklich, dass die Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gewerbetreibenden in die Auswertung einfließen sollen. Die Auswirkungen auf den Einzelhandel und die Erreichbarkeit der Innenstadt – auch mit dem Auto – werden dabei sorgfältig im Blick behalten.
Im Kern der neuen Regelung wird der Fahrzeugverkehr künftig über die vier nördlichen Parkplätze geführt. Dadurch entstehen verkehrsfreie Flächen, die für eine attraktivere Gestaltung des öffentlichen Raums genutzt werden können. Konkret vorgesehen sind unter anderem:
Wichtig: Trotz der veränderten Verkehrsführung bleiben Fuß- und Radwegebeziehungen vollständig gewährleistet. Auch Rettungswege sowie Anlieferungs- und Entsorgungsverkehre sind weiterhin sichergestellt. Die notwendige Beschilderung erfolgt in einer temporären Ausführung, wie sie bereits während des Dürkheimer Advents erfolgreich zum Einsatz kam. Zudem werden während der gesamten Testphase die Anforderungen der Sondernutzungssatzung berücksichtigt.
Ein wesentlicher Vorzug des gewählten Ansatzes liegt in seiner Reversibilität. Erster Beigeordneter Claudius Güther betont, dass die Stadt bewusst auf einen testweisen Ansatz setzt: „Der Modellversuch gibt uns die Möglichkeit, Veränderungen unter realen Bedingungen zu erproben und ihre Auswirkungen sorgfältig zu bewerten. Sollte sich zeigen, dass einzelne Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, können wir sie jederzeit anpassen oder wieder zurücknehmen.“
Dieses Vorgehen ermöglicht es der Stadt Bad Dürkheim, die Innenstadtentwicklung auf Grundlage praktischer Erfahrungen zu gestalten – statt ausschließlich auf Planungsannahmen zu vertrauen. Nach Abschluss der Probezeit wird der Modellversuch ausgewertet. Die Ergebnisse werden anschließend den städtischen Ausschüssen vorgestellt und bilden eine wichtige Grundlage für die Entscheidung über das weitere Vorgehen.
Der Modellversuch am Stadtplatz ist mehr als eine kurzfristige Verkehrsmaßnahme. Er steht exemplarisch für einen Ansatz, den viele Städte derzeit verfolgen: die Innenstadt als Aufenthaltsraum für Menschen attraktiver zu gestalten und dabei die Bedürfnisse von Fußgängern, Radfahrern, Anwohnern, Gewerbetreibenden und Autofahrern gleichermaßen zu berücksichtigen.
Für die Menschen in Bad Dürkheim und der Pfalz bietet sich damit die Gelegenheit, direkt mitzuerleben, wie sich städtischer Raum verändern kann – und aktiv an der Diskussion darüber teilzunehmen, wie die Innenstadt künftig aussehen soll. Wer den Stadtplatz in den kommenden Wochen besucht, kann sich selbst ein Bild von der neuen Situation machen und so zur Meinungsbildung beitragen.
Mehr Informationen zum Modellversuch und den geplanten Maßnahmen finden Sie direkt bei der Stadt Bad Dürkheim.






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