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Nach der Badesaison: Wohin mit dem Poolwasser?

Poolwasser darf weder im Garten versickern noch in Gewässer eingeleitet werden. Wir erklären, warum und wie die richtige Entsorgung funktioniert.

Redaktion
·
27. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Wochen

Poolwasser richtig entsorgen – das gilt es zu beachten

Die Badesaison neigt sich dem Ende entgegen, und wer einen eigenen Swimming-Pool besitzt, steht früher oder später vor der Frage: Was mache ich mit dem Wasser, wenn der Pool geleert wird? Viele denken dabei an die einfachste Lösung – das Wasser einfach im Garten versickern lassen oder in den nächsten Bach ableiten. Doch genau das ist nicht erlaubt. Die Stadt Speyer macht in einer aktuellen Medieninformation ausdrücklich darauf aufmerksam, wie Poolwasser korrekt entsorgt werden muss.

Warum Poolwasser als Schmutzwasser gilt

Wer glaubt, das Wasser aus dem eigenen Pool sei nach der Saison noch sauber genug, um es bedenkenlos in die Erde oder ein Gewässer zu leiten, irrt. Wasser, das über einen längeren Zeitraum in einem Swimming-Pool genutzt wird, verändert seine ursprünglichen Eigenschaften grundlegend. In der Regel wird Poolwasser mit verschiedenen Mitteln behandelt, darunter Chlor, Algenschutzmittel und pH-Regulatoren. Diese Chemikalien können Stoffe hinterlassen, die für den Boden und vor allem für das Grundwasser problematisch sind.

Doch auch ohne eine chemische Behandlung ist genutztes Poolwasser nicht mehr mit frischem Leitungswasser gleichzusetzen. Im Laufe der Badesaison gelangen Sonnencreme, Schweiß, Haare, Laub und Sand in das Wasser. All das macht das Poolwasser zu einem Schmutzwasser, das entsprechend behandelt werden muss. Es gehört deshalb ausschließlich in die Schmutzwasserkanalisation, wo es der Kläranlage zugeführt und fachgerecht gereinigt wird.

Versickerung auf dem eigenen Grundstück ist verboten

Wer auf die Idee kommt, das Poolwasser einfach auf dem eigenen Grundstück versickern zu lassen, riskiert nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern auch handfeste praktische Probleme. Die Wassermenge, die bei der Entleerung eines Pools anfällt, ist schlicht zu groß, als dass der Boden sie schnell genug aufnehmen könnte. Das Wasser sucht sich dann seinen Weg oberirdisch – und der kann in den Keller des eigenen Hauses oder auf das Grundstück der Nachbarn führen. Schäden und Nachbarschaftsstreitigkeiten wären die mögliche Folge.

Hinzu kommt die Gefahr für das Grundwasser: Im Poolwasser enthaltene Biozide, also Wirkstoffe zur Bekämpfung von Algen und Mikroorganismen, können schon in geringen Konzentrationen schädlich wirken – sowohl für das Ökosystem des Bodens als auch für das Grundwasser, das vielerorts als Trinkwasser genutzt wird.

Einleitung in Bäche oder Teiche ist ebenfalls unzulässig

Auch wer seinen Pool in der Nähe eines Baches, Teiches oder eines anderen Gewässers hat und das Wasser dort einfach ablässt, handelt gesetzeswidrig. Insbesondere die im Poolwasser enthaltenen Biozide können bereits in geringen Konzentrationen erheblichen Schaden an Wasserorganismen anrichten. Fische, Insekten und andere Lebewesen, die auf sauberes Wasser angewiesen sind, würden dadurch gefährdet. Eine Einleitung in natürliche Gewässer ist daher ausdrücklich nicht zulässig.

Der richtige Weg: Entsorgung über die Schmutzwasserkanalisation

Die einzig korrekte und erlaubte Methode zur Entsorgung von Poolwasser ist die Einleitung in die Schmutzwasserkanalisation. Konkret bedeutet das: Das Wasser wird über den Hausanschluss in das Kanalisationsnetz eingeleitet und gelangt so in die Kläranlage, wo es fachgerecht gereinigt wird. Poolbesitzerinnen und -besitzer sollten daher beim Ablassen des Pools sicherstellen, dass das Wasser in einen geeigneten Abfluss geleitet wird, der mit der Schmutzwasserkanalisation verbunden ist – etwa einen Bodenabfluss im Keller oder einen entsprechenden Hausanschluss.

Wer sich unsicher ist, wie die Abflusssituation auf dem eigenen Grundstück aussieht, sollte im Zweifel die zuständige Gemeindeverwaltung oder den lokalen Abwasserbetrieb kontaktieren. Dort gibt es in der Regel kompetente Auskunft darüber, welche Anschlüsse genutzt werden dürfen und wie die Einleitung korrekt erfolgt.

Gut informiert durch die Badesaison und danach

Das Ende der Badesaison muss kein Anlass zur Unsicherheit sein. Wer weiß, wie Poolwasser korrekt zu entsorgen ist, handelt nicht nur gesetzeskonform, sondern trägt auch zum Schutz von Boden, Grundwasser und natürlichen Gewässern bei. Weiterführende Informationen zur richtigen Entsorgung und zum Umgang mit Poolwasser hat die Stadt Speyer auf ihrer Website zusammengestellt. Weitere Details dazu sind unter www.speyer.de/poolwasser abrufbar.

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