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Neustadt: Abrissvorbereitungen am ehemaligen Hertie-Gebäude starten

Neustadt bereitet den Abriss des ehemaligen Hertie-Gebäudes vor: Ab Oktober bleibt der Parkplatz Bachgängel-Ost bis April 2027 gesperrt, wie die Stadt mitteilt.

Redaktion
·
9. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Tag

Parkplatz Bachgängel-Ost wird für Abrissarbeiten gesperrt

In Neustadt an der Weinstraße beginnen am Montag, 12. Oktober 2026, die Vorbereitungen für den Abriss des ehemaligen Hertie-Gebäudes. Das teilte die Stadt Neustadt mit, wie Pfalz-Express berichtet. Für die Arbeiten wird der Parkplatz Bachgängel-Ost benötigt und bleibt deshalb voraussichtlich bis April 2027 gesperrt. Auch für Fußgänger ergeben sich in diesem Zeitraum Einschränkungen im betroffenen Bereich.

Bereits am Sonntag, 11. Oktober, wird der Parkplatz wegen des Winzerfestumzugs kurzzeitig gesperrt. Im Anschluss daran bleibt die Sperrung dauerhaft bestehen, da die Fläche für die weiteren Abrissvorbereitungen gebraucht wird. Die Hertie-Ruine prägt seit Jahren das Stadtbild im betreffenden Bereich und soll nun schrittweise zurückgebaut werden.

Investitionen der Stadt auch an anderer Stelle sichtbar

Während in der Neustadter Innenstadt der Rückbau des ehemaligen Kaufhauses vorbereitet wird, hat die Stadt zuletzt auch in anderen Bereichen investiert. So wurde am Sonntag, 4. Oktober, das sanierte und erweiterte Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Geinsheim am Pater-Theodor-Schneider-Platz offiziell eingeweiht. Wie der Wochenblatt-Reporter berichtet, übergab die Stadt der Wehr im gleichen Zug ein neues Mehrzweckfahrzeug.

Nach Angaben der Stadt investierte sie rund 460.000 Euro in den Umbau des Gerätehauses und weitere rund 155.000 Euro in das neue Einsatzfahrzeug. Oberbürgermeister Marc Weigel betonte bei der Feierstunde die Bedeutung des Standorts für den Brand- und Katastrophenschutz im Neustadter Osten. Er erklärte, dass die Erweiterung und Sanierung die Bedingungen für die Feuerwehrleute verbessere und die Einsatzfähigkeit der Löschgruppe Geinsheim für die Zukunft sichere.

Warum das Gerätehaus erweitert werden musste

Auslöser für den Umbau war laut Wochenblatt-Reporter die Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeugs. Die Halle war ursprünglich nur für zwei Fahrzeuge ausgelegt, mittlerweile hält die Löschgruppe dort jedoch drei Fahrzeuge vor, zwei davon hintereinander. Da die Fahrzeuge zudem größer geworden sind, musste die Halle in Richtung Vorplatz erweitert werden.

Von der Erweiterung profitieren auch die Feuerwehrangehörigen im Alltag: Sie legen ihre Einsatzkleidung nun nicht mehr direkt neben den Fahrzeugen an, was zuvor eine Unfallgefahr darstellte. Darüber hinaus erneuerte die Stadt die Sanitäranlagen und behob Mängel an der Gebäudetechnik. Der Umbau begann im Februar, Ende August zog die Löschgruppe wieder in ihr Gerätehaus ein. Während der sechsmonatigen Bauzeit waren Fahrzeuge, Material und Einsatzkleidung in einer privaten Halle in der Nähe untergebracht, die laut Wochenblatt-Reporter von der Familie eines Feuerwehrmitglieds kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.

Eigenleistung der Feuerwehr und neues Fahrzeug

Besonders wichtig für das Projekt war den Angaben zufolge die Eigenleistung der ehrenamtlichen Kräfte. Sie übernahmen unentgeltlich unter anderem Abbruch-, Maler- und Umräumarbeiten, wodurch im Sanitärbereich mehr erneuert werden konnte als ursprünglich geplant.

Mit dem neuen Mehrzweckfahrzeug verfügt die Löschgruppe Geinsheim wieder über drei Einsatzfahrzeuge. Der Kastenwagen mit Allradantrieb bietet Platz für Material und sechs Einsatzkräfte und ersetzt ein Tragkraftspritzenfahrzeug aus dem Jahr 1986, das nach 39 Jahren wegen eines Schadens außer Dienst gestellt werden musste. Zur Löschgruppe Geinsheim gehören 32 Mitglieder, sie ist Teil des Ausrückebereichs Neustadt-Ost gemeinsam mit der Löschgruppe Duttweiler und dem Löschzug Lachen-Speyerdorf.

Nach Angaben der Stadt gehen die Investitionen in die Freiwillige Feuerwehr an weiteren Standorten weiter. In Mußbach startet demnach der zweite Bauabschnitt bei der Erweiterung und Sanierung des dortigen Gerätehauses, auch der Neubau des Feuerwehrhauses in Lachen-Speyerdorf wird fortgesetzt. Zudem beschafft die Stadt aktuell drei neue Mannschaftstransportfahrzeuge und zwei Tanklöschfahrzeuge.

Während die Feuerwehrinfrastruktur in den Stadtteilen modernisiert wird, richtet sich der Blick in der Innenstadt nun auf den bevorstehenden Rückbau des Hertie-Areals. Anwohner und Besucher müssen sich bis mindestens April 2027 auf die Sperrung des Parkplatzes Bachgängel-Ost sowie auf Einschränkungen für Fußgänger im betroffenen Bereich einstellen, bevor die Fläche für eine mögliche Neunutzung frei wird.

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