Studio-Hotline 06341–948 948

Schockanruf in Wörth am Rhein: Seniorin verliert Schmuck im Wert von 100.000 Euro

Eine Seniorin aus Wörth am Rhein verlor durch einen Schockanruf Schmuck im Wert von 100.000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen und gibt wichtige Schutzhinweise.

Redaktion
·
14. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Perfide Masche: Betrüger geben sich als Arzt aus

Am Freitagabend, dem 11. September 2026, wurde eine Seniorin aus Wörth am Rhein Opfer eines sogenannten Schockanrufs – einer besonders heimtückischen Betrugsmasche, bei der Täter gezielt die Ängste älterer Menschen ausnutzen. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz berichtet, dass sich gegen 19:30 Uhr ein bislang unbekannter Mann telefonisch bei der Frau meldete und sich als Krankenhausarzt ausgab.

Der Anrufer schilderte der Seniorin eine erschütternde Geschichte: Ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person tödlich verletzt worden sei. Um eine angebliche Inhaftierung ihres Sohnes zu verhindern, sei die Zahlung einer Kaution unbedingt erforderlich. Diese erfundene Notlage versetzte die ältere Dame in Panik – und genau darauf hatten es die Täter abgesehen.

Übergabe von Schmuck im Wert von rund 100.000 Euro

Unter dem Druck dieser vorgetäuschten Notlage übergab die Seniorin gegen 20:30 Uhr Schmuck im Gesamtwert von rund 100.000 Euro an einen bislang unbekannten Mann. Erst am darauffolgenden Tag, als sie ihren tatsächlichen Sohn persönlich sprechen konnte, wurde ihr klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Der entstandene Schaden ist enorm – sowohl finanziell als auch emotional.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen, die am Freitag, dem 11. September 2026, im Bereich der Friedrichstraße in Wörth verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise, die zur Identifizierung des Abholers beitragen könnten, sind für die Ermittlungen von großer Bedeutung.

Psychische Belastung für Betroffene ist enorm

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz weist ausdrücklich darauf hin, dass Opfer von Telefonbetrügereien häufig psychisch stark belastet sind. Die Scham, auf die Maschen der Täter hereingefallen zu sein, ist oft so groß, dass Betroffene sich weder an Angehörige noch an die Polizei wenden. Dabei ist eines wichtig zu betonen: Die Opfer sind nicht leichtfertig getäuscht worden. Die Täter agieren äußerst trickreich und skrupellos und passen ihre Gesprächstaktiken und Vorgehensweisen ständig an.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, kann sich vertrauensvoll an die Opferschutzberatung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wenden. Dort erhalten Betroffene und ihre Angehörigen Unterstützung, Beratung und Informationen zu Hilfeeinrichtungen sowie zu Opferrechten. Die Opferschutzberatung ist unter den Telefonnummern 0621 963-21160 und 0621 963-21162 erreichbar.

Kostenlose Präventionshotline schützt vor Betrug

Um die Bevölkerung noch besser vor Betrugsversuchen zu schützen, hat das Polizeipräsidium Rheinpfalz eine kostenlose Telefonhotline zum Schutz vor Betrug eingerichtet. Unter der Nummer 0621 963-21177 können sich Interessierte von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr über typische Betrugsmaschen informieren und erfahren, wie man sich wirksam schützen kann. Weitere Präventionstipps bietet die Polizei auch unter www.polizei-beratung.de an.

So schützen Sie sich vor Schockanrufen

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz gibt folgende wichtige Verhaltenshinweise, um sich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen zu schützen:

  • Beachten Sie, dass die Polizei Sie nie unter der Notrufnummer 110 kontaktiert.
  • Wenn Sie im Gespräch aufgefordert werden, über die Rückruftaste die 110 zu wählen, legen Sie auf und wählen Sie die Nummer selbst neu.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum, Bankverbindungen oder Vermögensverhältnisse an fremde Personen heraus.
  • Die Polizei schickt keine Zivilkräfte, um Geld oder Wertsachen abzuholen und vorsorglich in Verwahrung zu nehmen.
  • Lassen Sie Ihre Telefonnummer aus den Telefonverzeichnissen löschen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle oder über die Onlinewache.

Warnung an alle: Sprechen Sie mit älteren Angehörigen

Fälle wie dieser zeigen, wie gefährlich und emotional aufgeladen die Maschen der Betrüger sind. Besonders ältere Menschen geraten ins Visier der Täter, die gezielt auf Angst und den Wunsch, Familienangehörige zu schützen, setzen. Es ist deshalb wichtig, dass jüngere Familienmitglieder das Gespräch mit ihren älteren Angehörigen suchen und sie über diese Betrugsformen aufklären. Wer über die typischen Tricks informiert ist, kann im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf bewahren – und einen Anruf beim echten Sohn, der echten Tochter oder bei der richtigen Polizeinummer machen, bevor es zu spät ist.

Zeugen, die am Abend des 11. September 2026 im Bereich der Friedrichstraße in Wörth am Rhein verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Quellen


Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Antenne Pfalz

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.