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Sieben Künstler bespielen alte Papierfabrik in Neustadt

Sieben Künstler verwandeln eine ehemalige Papierfabrik in Neustadt an der Weinstraße in einen Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst – ganz ohne Galerie.

Redaktion
·
1. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 7 Tagen

Kunstausstellung ohne Galerie in ehemaliger Papierfabrik

In Neustadt an der Weinstraße verwandeln sieben Künstlerinnen und Künstler zwei Hallen einer ehemaligen Papierfabrik in einen Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Die Vernissage der Ausstellung INDUSTRIAL ART #1 findet am 30. Oktober 2026 statt. Wie der Wochenblatt-Reporter berichtet, treffen in der Talstraße 280 Malerei, Fotografie, Skulptur, Druckgrafik, Licht, Video und Projektion auf die rohe Architektur der alten Industrieanlage.

Besonders ist dabei der Ansatz der beteiligten Kunstschaffenden: Hinter INDUSTRIAL ART steht weder eine Galerie noch eine Institution. Laut einer Pressemitteilung auf openPR haben sich die sieben Künstlerinnen und Künstler selbst zusammengefunden und organisieren die Ausstellung eigenständig – von der Auswahl und Präsentation der Werke über den Aufbau bis zur Kommunikation nach außen.

Die Künstlerinnen und Künstler und ihre Arbeiten

Beteiligt an INDUSTRIAL ART #1 sind Uschi Felix, Haegar, Joachim Kunkel, Anja Lang, Christian Moll, Hugo Weingardt und Andreas Botsch. Nach Angaben von openPR versteht Uschi Felix ihre Malerei als Einladung, Schönheit, Kraft und Magie des Lebens wiederzuentdecken, wobei Natur, Menschen, Tiere, Farben und innere Bilder die Ausgangspunkte ihrer Arbeiten bilden.

Haegar, der normalerweise Live-Visuals für große Bühnen der Rock- und Popmusik entwickelt, nutzt die ehemalige Papierfabrik für Licht- und Videoprojektionen und verwandelt damit eine komplette Halle in einen Erlebnisraum. Joachim Kunkel stellt in seiner Fotografie den Menschen ins Zentrum; seine Arbeiten entstehen laut eigener Beschreibung aus einem Prozess, in dem sich Ideen über längere Zeit verdichten, bevor sie in eine konkrete Bildidee münden.

Anja Lang bewegt sich mit expressiver Malerei und Zeichnung zwischen bewussten Gedanken und unbewussten Impulsen, wobei Farben in ihrer Symbolkunst zu emotionalen Kraftträgern werden. Christian Moll arbeitet mit inneren Spannungen, Emotionen und gegensätzlichen Stimmungen, seine Bilder entstehen häufig intuitiv und ohne Festlegung auf einen wiederkehrenden Stil.

Hugo Weingardt beschäftigt sich mit Natur, Wahrnehmung und dem Verhältnis zwischen subjektiver und objektiver Wirklichkeit. Andreas Botsch zeigt bei der Ausstellung figurative, expressive Skulpturen aus Beton, Stahl und Holz, bei denen die unmittelbare emotionale Wirkung im Mittelpunkt steht.

Kunst ohne Berührungsängste

Im Zentrum des Konzepts steht die unmittelbare Begegnung zwischen Publikum und Künstlern. „Viele Menschen glauben, sie müssten etwas von Kunst verstehen, bevor sie eine Ausstellung besuchen. Diese Hürde wollen wir nehmen“, wird Christian Moll in der Pressemitteilung zitiert. INDUSTRIAL ART versteht sich deshalb ausdrücklich auch als Einladung an Menschen, die sonst eher selten den Weg in eine Kunstausstellung finden. Die Künstlerinnen und Künstler sind während der gesamten Ausstellung persönlich vor Ort und stehen für Gespräche über ihre Arbeiten zur Verfügung.

Termine und Veranstaltungsort

Die Vernissage von INDUSTRIAL ART #1 fand am Freitag, 30. Oktober 2026, um 19 Uhr in der Alten Papierfabrik in der Talstraße 280 in Neustadt an der Weinstraße statt. Zur Eröffnung gehörte eine Klangperformance mit Klaus Buchner an der Handpan und Sean Gubtill an der Trompete. Weitere Öffnungszeiten waren Samstag, 31. Oktober 2026, von 15 bis 19 Uhr sowie Sonntag, 1. November 2026, von 13 bis 18 Uhr.

Wer mehr über die Ausstellung und die beteiligten Künstlerinnen und Künstler erfahren möchte, findet weitere Eindrücke auf dem Instagram-Kanal der Initiative. Mit INDUSTRIAL ART #1 ist in der Region ein neues Ausstellungsformat entstanden, das zeigt, wie zeitgenössische Kunst auch abseits etablierter Galerien ihren Platz finden kann – getragen von sieben Kunstschaffenden, die Eigeninitiative und persönliche Nähe zum Publikum in den Mittelpunkt stellen.

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