
Eine 36-jährige Fahrerin wurde in Speyer mit 2,66 Promille am Steuer erwischt. Zeugen hatten die Polizei alarmiert – der Führerschein wurde sofort…
In den frühen Abendstunden des vergangenen Freitags spielten aufmerksame Verkehrsteilnehmer eine entscheidende Rolle dabei, eine hochgradig alkoholisierte Autofahrerin aus dem Verkehr zu ziehen. Sie meldeten der Polizei einen PKW, der in auffälliger Schlangenlinienfahrt unterwegs war – ein Verhalten, das andere Verkehrsteilnehmer unmittelbar gefährdete und den dringenden Verdacht auf Trunkenheit am Steuer begründete.
Eine Funkstreife konnte das gemeldete Fahrzeug schließlich in der Landauer Straße in Speyer ausfindig machen und einer Verkehrskontrolle unterziehen. Was die Beamten dann vorfanden, übertraf noch die schlimmsten Befürchtungen.
Bereits beim Herantreten an das Fahrzeug nahmen die Polizeibeamten deutlichen Alkoholgeruch wahr. Auch das Verhalten der 36-jährigen Fahrerin ließ keinen Zweifel an ihrer Verfassung: Sie wirkte sichtlich desorientiert und musste sich beim Aussteigen an ihrem eigenen Fahrzeug festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest brachte dann ein erschreckendes Ergebnis ans Licht: Die Atemalkoholkonzentration der Fahrerin betrug 2,66 Promille – ein Wert, der weit über der absoluten Fahruntüchtigkeit liegt und die erhebliche Gefahr verdeutlicht, die von der Frau im Straßenverkehr ausging. Zum Vergleich: Ab einem Wert von 1,6 Promille gilt in Deutschland die sogenannte absolute Fahruntüchtigkeit als unwiderlegbar festgestellt.
Die Polizeibeamten leiteten umgehend die notwendigen Maßnahmen ein: Der Führerschein der 36-Jährigen wurde noch vor Ort beschlagnahmt. Darüber hinaus wurde ihr eine Blutprobe entnommen, die den gemessenen Atemalkoholwert forensisch sichern und als Beweismittel für das folgende Strafverfahren dienen soll.
Die Frau erwartet nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Neben dem drohenden dauerhaften Führerscheinentzug können auf sie im Rahmen eines Strafverfahrens erhebliche strafrechtliche Konsequenzen zukommen – bis hin zu einer Freiheitsstrafe, je nach den Umständen des Einzelfalls und möglichen Vorstrafen.
Der Fall aus Speyer verdeutlicht einmal mehr, welche unmittelbare Gefahr alkoholisierte Fahrerinnen und Fahrer für alle anderen Verkehrsteilnehmer darstellen. Wer mit 2,66 Promille hinter dem Steuer sitzt, ist nicht mehr in der Lage, das Fahrzeug sicher zu kontrollieren – Reaktionsvermögen, Koordination und Wahrnehmungsfähigkeit sind bei einem solchen Alkoholpegel massiv beeinträchtigt.
Umso wichtiger ist es, dass couragierte Zeuginnen und Zeugen auffällige Fahrer melden. In diesem Fall war es genau das besonnene Handeln anderer Verkehrsteilnehmer, das dafür sorgte, dass die Polizei rechtzeitig eingreifen und Schlimmeres verhindern konnte. Die Polizeiinspektion Speyer ist für solche Meldungen unter der Rufnummer 06232-137-103 erreichbar.
Wer im Straßenverkehr ein Fahrzeug beobachtet, das in Schlangenlinien fährt, unkontrolliert bremst oder anderweitig auffällig unterwegs ist, sollte folgende Punkte beachten:
Genau dieses Verhalten haben die Zeuginnen und Zeugen im vorliegenden Fall in Speyer gezeigt – und damit möglicherweise schwere Unfälle verhindert. Aktuelles aus der Region sowie weitere Polizeimeldungen aus der Pfalz findet ihr stets auf antenne-pfalz.de.






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