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Kinderschutz in der Pfalz: Polizei Maxdorf klärt Eltern über sexuellen Missbrauch auf

Die Polizeiwache Maxdorf informierte 62 Eltern über Kinderschutz und sexuellen Missbrauch. Wie Kinder gestärkt werden können, lesen Sie hier.

Redaktion
·
25. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Tagen

Präventionsveranstaltung mit großem Zuspruch in Maxdorf

Wie können Kinder im Alltag gestärkt und auf mögliche Gefahrensituationen vorbereitet werden? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt einer Präventionsveranstaltung, die die Polizeiwache Maxdorf gemeinsam mit dem Sachgebiet Zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigshafen am Donnerstag, dem 24. September 2026, in Maxdorf durchführte. 62 Eltern, Erziehungsberechtigte und weitere Interessierte nahmen an der Informationsveranstaltung teil – ein klares Zeichen dafür, wie groß der Informationsbedarf zu diesem sensiblen Thema in der Region ist.

Kinder stärken statt Angst schüren

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war es, Eltern praktische Wege aufzuzeigen, wie sie mit ihren Kindern über das Ansprechen durch fremde oder auch bekannte Personen sprechen können. Dabei wurde besonders betont, dass Kinder lernen sollten, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und klar „Nein“ zu sagen. Kinder müssen wissen, dass sie mit ihren Sorgen jederzeit zu vertrauten Erwachsenen gehen können – und dass ihre Aussagen ernst genommen werden.

„Kinder sollen nicht mit Angst aufwachsen. Vielmehr möchten wir sie stärken und ihnen vermitteln, dass sie Grenzen setzen dürfen und jederzeit Hilfe holen können“, erklärte PHK’in Lanz im Rahmen der Veranstaltung. Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch das Präventionskonzept der Polizei: Es geht nicht darum, Kinder zu verängstigen, sondern ihnen das nötige Selbstbewusstsein und Handwerkszeug mitzugeben, um in schwierigen Situationen richtig reagieren zu können.

Sexueller Missbrauch: Täter oft aus dem sozialen Umfeld

Ein weiterer Schwerpunkt der Informationsveranstaltung lag auf dem Thema sexueller Missbrauch von Kindern. Die anwesenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten erläuterten mögliche Vorgehensweisen von Tätern, auf welche Warnsignale Eltern achten sollten und welche Handlungsmöglichkeiten bei einem Verdacht bestehen.

Besonders wichtig war dabei ein Hinweis, der viele Eltern überraschen dürfte: Sexuelle Übergriffe auf Kinder erfolgen nicht ausschließlich durch unbekannte Personen. Häufig kommen die Täter aus dem sozialen Umfeld der betroffenen Kinder – aus der Familie, dem Freundeskreis oder dem Vereinsleben. Dieses Wissen ist entscheidend, um frühzeitig reagieren und Kinder schützen zu können.

Offener Austausch zwischen Eltern und Polizei

Im Anschluss an den Informationsvortrag nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich direkt mit den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten auszutauschen. Dabei drehten sich die Gespräche unter anderem um das richtige Verhalten in verdächtigen Situationen, den angemessenen Umgang mit Aussagen von Kindern sowie um geeignete Hilfsangebote, an die sich Betroffene und Verdachtspersonen wenden können.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Das große Interesse der Teilnehmenden verdeutlichte, wie wichtig eine frühzeitige und sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderschutz ist – sowohl für Eltern als auch für alle anderen Menschen, die regelmäßig mit Kindern in Kontakt sind.

Kinderschutz als gemeinschaftliche Aufgabe

Die Polizeidirektion Ludwigshafen und die Polizeiwache Maxdorf bedankten sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse und den offenen Austausch. Veranstaltungen wie diese zeigen eindrucksvoll, dass Kinderschutz keine Aufgabe ist, die allein bei Behörden oder Schulen liegt – er beginnt im direkten Umfeld jedes Kindes, in der Familie und in der Gemeinschaft.

Eltern und Erziehungsberechtigte, die Fragen zu diesem Thema haben oder Informationen zu Hilfsangeboten benötigen, können sich an die Polizeiwache Maxdorf wenden. Für Rückfragen steht PHK’in Ute Henn unter der Telefonnummer 06237-9341123 oder per E-Mail an pwmaxdorf@polizei.rlp.de zur Verfügung.

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