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Schutz vor Telefonbetrug: Über 600 Bankmitarbeitende im Präventions-Webinar

Über 600 Bankmitarbeitende nahmen am Präventions-Webinar gegen Telefonbetrug teil. 86 % hatten bereits eigene Erfahrungen mit Betrugsfällen im Berufsalltag.

Redaktion
·
17. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Wochen

Präventions-Webinar mit bundesweiter Reichweite

Telefonbetrug ist längst keine abstrakte Gefahr mehr – das zeigt eine eindrucksvolle Zahl aus einem aktuellen Präventions-Webinar: Über 600 Bankmitarbeitende aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen live an der Online-Veranstaltung „Telefonbetrug – Erkennen – Handeln – Schützen“ teil. Organisiert wurde das einstündige Webinar von der Zentralen Prävention des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und der Medienanstalt RLP. Insgesamt hatten sich knapp 700 Beschäftigte aus Banken und Sparkassen angemeldet – ein klares Signal, wie ernst die Branche dieses Thema nimmt.

Bereits die fünfte Veranstaltung dieser Reihe

Das Webinar war bereits die fünfte Ausgabe einer erfolgreichen Veranstaltungsreihe. Damit konnten bislang insgesamt deutlich mehr als 2.500 Bankmitarbeitende bundesweit erreicht und für den Umgang mit betrugsgefährdeten Kundinnen und Kunden sensibilisiert werden. Die wachsende Beteiligung unterstreicht, dass das Thema Telefonbetrug in der Bankenwelt zunehmend an Bedeutung gewinnt – und dass der Bedarf an praxisnaher Aufklärung nach wie vor groß ist.

Ziel: Betrugsgefährdete Kunden frühzeitig erkennen

Das Webinar richtet sich gezielt an Mitarbeitende in den Bereichen Beratung, Service, Kasse, Zahlungsverkehr und Kundencenter. Ihr Ziel ist es, diese Beschäftigten dabei zu unterstützen, betrugsgefährdete Kundinnen und Kunden – insbesondere ältere Menschen – frühzeitig zu erkennen und im entscheidenden Moment richtig zu handeln. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Betrugsmaschen, psychologische Täterstrategien sowie typische Warnsignale.

Besonders im Fokus stand ein klarer Handlungsrahmen, der Bankmitarbeitenden eine konkrete Orientierung bietet: Ansprechen – Nachfragen – Verzögern – Alarmieren. Diese vier Schritte sollen dazu beitragen, potenzielle Opfer noch rechtzeitig vor einem Schaden zu schützen – bevor Bargeld, Wertgegenstände oder andere Vermögenswerte in die Hände der Täter gelangen.

86 Prozent der Teilnehmenden mit eigenen Erfahrungen

Eine während des Webinars durchgeführte Live-Umfrage verdeutlichte, wie praxisrelevant das Thema für die Bankenwelt tatsächlich ist: 86 Prozent der Teilnehmenden gaben an, bereits selbst Kontakt zu einem entsprechenden Betrugsfall gehabt zu haben oder dass ein Verdachtsfall bereits Thema im eigenen Team war. Für einen Großteil der Bankmitarbeitenden ist Telefonbetrug damit keine theoretische Gefahr, sondern gelebte berufliche Realität.

Gleichzeitig verdeutlicht dieses Ergebnis die bereits hohe Sensibilität in der Branche. Banken und Sparkassen betreiben intensiv Präventionsarbeit – ihre Mitarbeitenden stellen häufig die letzte Schutzbarriere dar, bevor Täter Zugriff auf das Vermögen ihrer Opfer erhalten. Das Webinar versteht sich daher ausdrücklich nicht als Ersatz bestehender Strukturen, sondern als Ergänzung: Es soll die vorhandene Handlungskompetenz mit aktuellen polizeilichen Erkenntnissen und praxisnahen Gesprächsansätzen weiter stärken.

Positives Feedback aus dem Live-Chat

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus. Im Live-Chat wurden vor allem die Praxisnähe, die verständliche Aufbereitung der Inhalte und der unmittelbare Nutzen für den Arbeitsalltag gelobt. Das zeigt, dass das Format des Online-Webinars gut geeignet ist, um eine breite Zielgruppe effektiv zu erreichen – unabhängig davon, wo sich die Teilnehmenden im Bundesgebiet befinden.

Gemeinsam gegen Telefonbetrug – auch in der Pfalz

Die hohe Beteiligung aus dem gesamten Bundesgebiet unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Präventionsarbeit von Polizei und Bankenwirtschaft. Das gemeinsame Ziel bleibt dabei klar: Betrugsversuche möglichst frühzeitig zu erkennen, erhebliche Vermögensschäden zu verhindern und insbesondere ältere Menschen wirksam vor den professionellen Manipulationsstrategien der Täter zu schützen.

Gerade in der Pfalz ist das Bewusstsein für solche Betrugsmaschen wichtig. Wer selbst den Verdacht hat, Opfer eines Telefonbetrugs zu werden oder zu sein, sollte umgehend die Polizei verständigen. Auch Angehörige können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie ältere Familienmitglieder über gängige Maschen aufklären und regelmäßig das Gespräch suchen. Mehr Informationen rund um das Thema Sicherheit in der Region gibt es auch bei Antenne Pfalz.

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